WAS IST EIN PASSIVHAUS?

Als Passivhaus bezeichnet man die Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Heute zählt man 3 Gebäudestandards zu den sogenannten energieeffizienten Häusern: das Passivhaus, das Niedrigenergiehaus und das Niedrigstenergiehaus.

Die genaue Definition lautet:

„Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in welchem die thermische Behaglichkeit (ISO 7730) allein durch Nachheizen des Frischluftvolumenstroms, der für ausreichende Luftqualität (DIN 1946) erforderlich ist, gewährleistet werden kann – ohne dazu zusätzlich Umluft zu verwenden.“

Wir haben es in einfacheren Worte formuliert:

Durch die besondere Dämmung kann sich das Passivhaus alleine durch die Körperwärme seiner Bewohner bzw. die Wärme, die Haushaltsgeräte abgeben erwärmen. Zusätzlich sind Passivhäuser mit speziellen Lüftungsanlagen ausgestattet, wodurch ebenfalls ein Wärmeverlust vermindert wird. Dadurch muss kaum geheizt werden, wodurch natürlich die Energiekosten sinken.

WIE FUNKTIONIERT EIN PASSIVHAUS?

Beim Passivhaus wird durch die besondere Wärmedämmung der Wände und des Daches und die besondere Verglasung der Fenster eine überdurchschnittlich hohe Rückgewinnung der Abstrahlwärme von Bewohnern und Haushaltsgeräten erreicht. Spezielle Lüftungsanlagen regeln die Frischluftzufuhr und vermindern so einen Wärmeverlust.

Die Zuheizung bei extrem niedrigen Temperaturen erfolgt meistens über Luft-Luft-Wärmepumpenheizungen.

WAS SIND DIE GRUNDPRINZIPIEN DER PASSIVBAUWEISE?

Drei Prinzipien der Passivbauweise und deren Vorteile werden bei der Errichtung eines Passivhauses berücksichtigt.

  1. Exzellente Wärmedämmung - es werden ausschließlich für Passivhäuser geeignete Bauteile verwendet, die die Gebäudehülle dämmen. Die Wärmedämmung funktioniert passiv und trägt zu Luftdichtheit und Wärmebrückenfreiheit bei.
  2. Hochwertige Fenster - diese gewährleisten den Wohnkomfort auch ohne Heizkörper in Fensternähe. Auch die Fenster funktionieren rein passiv und tragen zur Luftdichtheit bei.
  3. Hocheffiziente Wohnraum-Lüfungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Es handelt sich dabei um eine Frischluftanlage und nicht um eine Klimaanlage mit Umluftbetrieb.

Die Einhaltung dieser drei Grundprinzipien führt zu einer maximalen Minimierung der Wärmeverluste – der Transmissionswärmeverluste (durch die Bauteile) und der Lüftungswärmeverluste (durch die Luftundichtheiten).

SEIT WANN GIBT ES PASSIVHÄUSER?

Beim 1883 gebauten Polarschiff Fram wurde das Passivhausprinzip verwendet. Die Wände und Decken wurden mit mehreren Schichten und Materialien abgedichtet. Die Fenster, durch die die Kälte besonders leicht eindringen konnte, wurden durch dreifache Scheiben ersetzt. Dadurch musste der Ofen nie angefeuert werden – egal wie tief unter dem Nullpunkt die Temperatur lag.

Dieses Prinzip wurde 1973 an der „Dänischen Technischen Hochschule“ beim Bau eines Hauses angewandt. Nach heutigen Normen wird dieses jedoch als Niedrigenergiehaus eingestuft.

Das erste anerkannte Passivhaus wurde erstmals 1991 in Darmstadt-Kranichstein in Deutschland errichtet. Es handelt sich dabei um 4 Reihenhäuser, die zu dieser Zeit eine Energieersparnis von rund 90% gegenüber herkömmlichen Häusern aufwiesen.

WIE IST DAS WOHNGEFÜHL IM PASSIVHAUS?

Eine besondere und wesentliche Eigenschaft im Passivhaus ist die konstante Innentemperatur. Die Temperatur im Passivhaus verändert sich nur sehr langsam, bei ausgeschalteter Heizung um weniger als 0,5 K/Tag.

Es gibt keine kalten Außenwände oder Fußböden, wodurch Schimmelbildung ausgeschlossen ist. Durch die Wärmedämmung bleibt das Passivhaus im Sommer angenehm kühl und es ist keine Klimaanlage notwendig. Im Winter genießen Sie im Passivhaus kuschelige Wärme.

KONTAKT / ANFRAGE

Unser Beratungsteam steht Ihnen gerne für Besichtigungen zur Verfügung. Vereinbaren Sie Ihren Beratungs- oder Besichtigungstermin - kostenlos und unverbindlich!

Terminvereinbarung, Besichtigung und Beratung:

Telefon: +43 1 713 5000
E-Mail: verkauf@ged.co.at

Unser Kontaktformular finden Sie hier.